Generationale und transgenerationale Traumatisierung aus personenzentrierter Sicht
Generationale und transgenerationale Traumatisierung beschreibt Formen der Weitergabe von Erfahrungen, die über individuelle Lebensgeschichten hinausreichen und sich in Familien, Gemeinschaften und kulturellen Kontexten fortsetzen. Diese Dynamiken beeinflussen Selbstkonzept, Beziehungsgestaltung und emotionale Verarbeitung oft auf implizite Weise.
Das Seminar bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld aus personenzentrierter Perspektive. Neben einer begrifflichen und theoretischen Klärung werden unterschiedliche Formen der Weitergabe differenziert betrachtet und von anderen psychischen Belastungsprozessen abgegrenzt. Ein Einblick in aktuelle Forschungsansätze, insbesondere zur epigenetischen Dimension, ergänzt das Verständnis.
Ein zentraler Fokus liegt auf der praktischen Relevanz für die psychotherapeutische Arbeit:
Wie können transgenerationale Dynamiken erkannt werden?
Welche Hinweise zeigen sich im Erleben von Klientinnen und Klienten?
Wie kann ein personenzentrierter Raum gestaltet werden, der diesen Erfahrungen gerecht wird?