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Allgemeine Informationen zur Weiterbildung

Dieses Weiterbildungscurriculum ist vom ÖBVP zertifiziert und anerkannt, die Anerkennung durch das Bundesministerium für Gesundheit / Psychotherapiebeirat läuft.

Obwohl diese Vermittlungskonzept in einer curriculären Form abläuft, werden individuelle Entwicklungsprozesse, Spontaneität, Unerwartetes, Aktuelles, Berufsbezogenes usw. als Lebensrealität der Teilnehmer/innen unbedingt berücksichtigt und einbezogen.

Teilnehmer/innen

Die Weiterbildung in personzentrierter Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie richtet sich grundsätzlich an bereits ausgebildete PsychotherapeutInnen bzw. PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision aus dem klientenzentrierten und personzentrierten Fachspezifikum.

Die Teilnahme von eingetragenen PsychotherapeutInnen anderer Fachrichtungen ist grundsätzlich möglich, es sind nach der neuen Weiterbildungsordnung zusätzlich 48 Theoriestunden (Klientenzentrierte Persönlichkeits-, Therapie-, und Entwicklungstheorie) als Gasthörer/in in einem laufenden ÖGWG-Fachspezifikum zu absolvieren.

Umfang

Theorie und Praxeologie
Mindestens 296 Arbeitseinheiten Theorie und Praxeologie für klienten- und personzentrierte PsychotherapeutInnen
Mindestens 344 Arbeitseinheiten für PsychotherapeutInnen anderer Fachrichtungen

Mindestens 60 Arbeitseinheiten Selbsterfahrung

Mindestens 200 Stunden eigene therapeutische Praxis 

Mindestens 60 Arbeitseinheiten Supervision

Inhaltliche Schwerpunkte, vor allem im ersten Drittel der Weiterbildung, sind:
Persönliche innere Spielräume, Spielfähigkeit, Beziehungsgestaltung zu den verschiedenen Altersgruppen, eigene Kindheitsgeschichte, Umgang mit kindlicher Regression und Aggression, innerer Bezugsrahmen zu den diversen Störungsbildern.

Zwei SCREENINGS (Standortbestimmung, reflexiver Prozess innerhalb der Weiterbildungsgruppe) dienen zum einen als Legitimation innerhalb der Weiterbildung, mit Kindern therapeutisch zu arbeiten, zum anderen als Vorbereitung für die für den positiven Abschluss erforderliche Abschlussarbeit. Bei Bedarf ist eine, im SCREENING mit den LeiterInnen der Weiterbildung vereinbarte Anzahl von Einzelselbsterfahrungsstunden, erforderlich.

Zeitraum

Die Weiterbildung dauert ca. 3 Jahre und findet im Rahmen von großteils 2 und 3-tägigen Seminaren statt.

Abschluss

Der Abschluss kann nur nach einjähriger Eintragung in die PsychotherapeutInnenliste erfolgen.

Weitere Voraussetzungen sind Beendigung der gesamten Weiterbildung inklusive Abschlussarbeit (positive Reflexion innerhalb des Screenings und Absolvierung der Supervisions- und Praxisstunden.)

Die für den positiven Abschluss erforderliche Abschlussarbeit (schriftliche Falldarstellung, mindestens zwanzig Seiten über einen längeren Therapieprozess), wird in einem reflexiven Prozess innerhalb der Weitebildungsgruppe im Beisein von zwei WeiterbildnerInnen evaluiert.

Qualifikationsziel

Das eigenständige, eigenverantwortliche therapeutische, spieltherapeutische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, sowie des näheren und erweiterten Bezugsfeldes. Der/die Psychotherapeut/in, Spieltherapeut/in sollte die Fähigkeit erlangen, Familie und Umwelt des Kindes für dessen positive Entwicklung zu nützen. Die grundlegenden Prinzipien der realen, therapeutischen Begegnung, Empathie, Wertschätzung und Kongruenz des/der Psychotherapeuten/in und die Palette der Interventionsmöglichkeiten stellen bei angemessener Verwirklichung sicher, dass diese Form der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen bzw. deren Bezugspersonen strukturelle Veränderung ermöglicht und nicht im Unverbindlichen verweilt.