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Fachspezifische Ausbildung in Personzentrierter Psychotherapie

Persönliche Entwicklung. Die Ausbildung in der Personzentrierten Psychotherapie hat ihren Schwerpunkt in der eigenen Erfahrung des persönlichen Veränderungsprozesses und seiner Beziehungsbedingungen. Dabei können die Ausbildungsteilnehmer/innen ihre eigenen Prozesse erleben und reflektieren, sowie an den Prozessen anderer beobachtend, erlebend und reflektierend teilnehmen. Somit liegt dem Ausbildungsverlauf eine intendierte Entwicklungsrichtung zugrunde, die den künftigen Psychotherapeut/innen im persönlichen Umgang mit sich selbst wie auch in der psychotherapeutischen Professionalität ein hohes Ausmaß an Kompetenz vermittelt und ermöglicht.

Theorie und Praxis. Neben diesen wichtigen Bereichen der Selbsterfahrung werden die theoretischen Grundlagen des Personzentrierten Ansatzes vermittelt. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden anthropologischen und psychologischen Konzepten zur Entwicklung einer dem Ansatz entsprechenden eigenen "operationalen Philosophie". Ein weiterer Teil der Ausbildung befasst sich mit der Vermittlung von "Methoden und Techniken", die im Rahmen des Personzentrierten Beziehungsangebotes zur Anwendung kommen können. Die Begleitung der praktischen Arbeit durch Supervision und Reflexion macht einen Großteil dieses Abschnittes der Ausbildung aus.

Ausbildungsteile. Organisatorisch gliedert sich die Ausbildung in die geschlossene Ausbildungsgruppe (7 Semester, 550 Stunden Theorie, Selbsterfahrung und Supervision sowie Abschluss) sowie die Ausbildungsteile, die direkt beim ÖGWG-Lehrpersonal zu absolvieren sind (mindestens 100 Stunden Lehrtherapie, mindestens 32 Stunden Wahlseminare Theorie und Selbsterfahrung, mindestens 80 Stunden Supervision) und die (vom Gesetz geforderten) mindestens 600 Stunden Praxis, mindestens 550 Stunden Praktikum und mindestens 30 Stunden Praktikums-Supervision. Der Lehrplan des Universitäts-Lehrgangs ist in Einheiten von zumeist je 15 Stunden gegliedert - diese sind Blockveranstaltungen zu zwei Tagen (Freitag und Samstag) oder fallweise drei Tagen.

Ausbildungsort. Nur wenige Lehrveranstaltungen sind fix an der Donau-Universität Krems geplant. Der geographische Schwerpunkt unserer Fachspezifikumslehrgänge richtet sich vielmehr nach der Zusammensetzung der Gruppe, d.h. nach den Regionen, in denen die Teilnehmer/innen ihren Wohnsitz haben.

Die aktuell geplanten Lehrgänge und geographischen Schwerpunkte finden Sie in der Rubrik Anmeldung.

Kompetenz. Die Ausbildung soll zur eigenverantwortlichen, professionellen Ausübung der Klientenzentrierten Psychotherapie mit Einzelnen und in Gruppen befähigen und im Sinne des Psychotherapiegesetzes (PthG) berechtigen. Der Abschluss ermöglicht die Eintragung in die behördliche Liste der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und damit die eigenständige Berufsausübung als Personzentrierte Psychotherapeutin / Personzentrierter Psychotherapeut.

Ausbildungsabschluss. Auf Grund der Kooperation der Donau-Universität Krems mit der ÖGWG kann der Lehrgang mit der Graduierung zum Master of Science (Psychotherapie) abgeschlossen werden, sofern die Kandidatin/der Kandidat Matura oder eine einschlägige Studienberechtigungsprüfung absolviert hat und die schriftliche Abschlussarbeit als Masterthesis erstellt. Kandidat/innen, die diese Bedingung nicht erfüllen oder diese Graduierung nicht anstreben, können mit dem Abschluss den Titel "Akademische Psychotherapeutin / Akademischer Psychotherapeut" erhalten.